Profil- und Flachdraht zur Armierung flexibler Schlauchleitungen

Die Offshore-Ölförderung dringt in immer größere Meerestiefen vor. Die Verbindung der Bohrlöcher mit den Förderplattformen kann deshalb nicht mit starren Rohrleitungen erfolgen. Aus diesem Grund wurden flexible Schlauchleitungen entwickelt.

Diese sogenannten Flexible Pipes müssen den Wasserdrücken in Meerestiefen von 2.000 m und mehr widerstehen. Deshalb werden ein oder zwei Lagen Profilstahldraht als Druckarmierung in den Schlauch integriert. Hiefür werden typischerweise C- oder Z-Profile (Abb. rechts) benutzt.

Zusätzlich zu dieser Druckarmierung werden Flachdrähte zur Zugarmierung eingesetzt, um die Gewichtskräfte aufzunehmen.

Typische Profilwalzanlage für große Profildrähte

Gesamtanlage

5-gerüstige Standardanlage für den oberen Abmessungsbereich von Profil- und Flachdrähten aus mittel- bis hochkohlenstoffhaltigem Stahl.

Geschwindigkeit: 150 m/min

  • Abmessungsbreich
    • Breite: 8,0 bis 30,0 mm
    • Stärke: 6,0 bis 12,0 mm
    • Genauigkeit: +/–0,02 bis +/–0,05 mm

Rotierender Vertikal-Coilablauf

  • Für warmgewalzte oder gezogene Stahldrähte
  • Angetriebener Abwickelteller zum Aufsetzen von Wickelgestellen
  • Drehzahlgeregelt oder mit Tänzerregelung
  • Drahtdurchmesser 5 bis 16 mm

Horizontal-Coilablauf

  • Für warmgewalzte oder gezogene Stahldrähte
  • Angetriebene Tragrolle zum Auflegen des Drahtcoils
  • Hydraulisch eingestellte Biegerollen zum Vorrichten des Drahts
  • Integrierte Rollenrichtwerke mit hydraulischer Einstellung
  • Optional als Doppelablauf lieferbar
  • Drahtdurchmesser 12 bis 32 mm

Profilwalzapparat WN14-Mo

  • Angetriebene Ober- und Unterwalze
  • Walzkräfte bis 650 kN in zwei Achsen

Kontinuierliche Drahtmessung

  • Kontaktmessung mittels Rollen für Breite und Stärke
  • Automatische Drahtmaßregelung durch Vergleich von Soll- und Ist-Maßen
  • Trending-Diagramm im Bedienpanel
  • Datenexport als CSV-Datei oder über Netzwerkschnittstelle

Pinolenspulmaschine SMH1000-Mo/Pi

  • Demontierbare Spule, beidseitig aufgenommen
  • Kurze Stillstandszeiten durch abwechselnde Verwendung von zwei Spulen
  • Abbinden der Coils außerhalb der Spulmaschine